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Startschuss in der Meisterwerkstatt
Wirtschaftsministerium und Handwerkskammern MV stellen in Schweriner Handwerksbetrieb neue Meisteroffensive vor


(08.09.2008) Am Montag, dem 8. September 2008 haben Wirtschaftsminister Jürgen Seidel und die Präsidenten der Handwerkskammern Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern Peter Günther und Peter Diedrich im Lackiercenter Schwerin die Landeskampagne »Besser ein Meister« gestartet.

Meisterauto bekleben 

Dazu legten sie selbst Hand an die Gestaltung des Kleinbusses für die Kampagne, die im Lackiercenter Schwerin in Auftrag gegeben wurde. Zeitgleich startete am Vormittag an ausgesuchten Standorten im Land die Großflächenplakatierung für die Kampagne.

»Die Qualifi­kation zum Handwerksmeister ist ein erstrebenswertes Ziel mit attraktiven Zukunftsperspektiven und zahlreichen Berufs­­chancen«, sagte Wirtschafts­minister Jürgen Seidel. »Wir wollen dem Fach­kräftemangel im Land und der Abwan­derung junger Men­schen ak­tiv begegnen, Existenz­grün­dun­gen im Handwerk tragfähig gestalten, die Berufs­ausbildung sichern und qua­litativ hochwertige Handwerks­leistungen für die Verbraucher anbieten: dafür ist der Meister­brief die beste Qualifikation.« Das Handwerk ist ein Motor der Wirtschaft in Mecklenburg-Vor­pommern. 19.800 Betriebe mit rund 95.000 Beschäftigen und mehr als 12.000 Lehrlingen erwirtschaften einen Jahres­umsatz von circa 8 Milliarden Euro. 

WiMi Seidel mit HWK-Präsidenten Dietrich und Gerhard 

Die Rostocker Agentur Qbus hatte sich im Wettbewerb von sechs Kreativen aus dem Land mit ihrem Konzept »Besser ein Meister« erfolgreich durchgesetzt. Ihr Ansatz konnte vor allem mit dem einprägsamen Slogan, einer breiten Zielgruppenabdeckung und pfiffigen Bildmotiven überzeugen.

Schwerins Kammerpräsident Peter Günther: »Wir wollen die Menschen, vor allem die Jugend im Land nicht nur mit Argumenten für den Kopf, sondern auch emotional erreichen. Handwerk muss sich sympathisch und frisch präsentieren, seine vorhandenen Stärken betonen. Diese Kampagne erfindet das Handwerk nicht neu. Wir stellen einfach unser Licht nicht länger unter den Scheffel.«

Meisterkuchen 

Peter Diedrich, Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern: »Gerade in unserem strukturärmeren Bundesland ist die Bildung ein wichtiger Standortfaktor. Wir brauchen dynamische und offene Handwerksmeister, die im Rahmen der Unternehmensnachfolge den Stafettenstab übernehmen. Ziel muss es auch sein, jungen Handwerkerinnen und Handwerkern Mut zu machen und diese zu motivieren, die Meisterausbildung zu absolvieren, um so eventuell eine eigene berufliche Existenz aufzubauen oder in Führungspositionen Verantwortung zu übernehmen.«

Hinter der Kampagne stehen »echte« Meister aus dem Land wie Mario Ulsperger, in dessen Lackiercenter in Schwerin der Kampagnenbus gestaltet wurde. »Meine Ausbildung zum Meister hilft mir enorm in der Geschäftsführung des Lackiercenters und hat auch viel Spaß gemacht. Je besser die Qualifikation, desto besser der Betrieb. Daher unterstütze ich auch meine Mitarbeiter dabei, den Meister zu machen.«

Mehr Informationen zur Kampagne: Wiebke Wolf, Tel. (0385) 6 43 51 75, E-Mail: w.wolf@hwk-schwerin.de