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Imagekampagne soll Meister stärken – Seidel: Meisterbrief garantiert Qualität
(22.04.2008) Eine neuartige Werbekampagne soll die Leistungsbreite des Handwerks vorstellen und das Image der Meisterausbildung verbessern. »Der Meisterbrief ist ein unverzichtbares Qualifikationsmerkmal im Handwerk«, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Dienstag in Schwerin. »In Zeiten der Globalisierung und des internationalen Wettbewerbs sind diese Qualitäten wichtiger denn je.«
In den vergangenen Jahren haben sich die Teilnehmerzahlen in der Meisterausbildung in Mecklenburg-Vorpommern rückläufig entwickelt. 2004 begannen 505 Meisterschüler ihre Ausbildung im Nordosten, 2006 waren es 426.
Initiiert vom Wirtschaftsministerium und den beiden Handwerkskammern soll die Kampagne ab dem Sommer die Perspektiven für eine Karriere als Führungskraft oder für die selbstständige Existenz im Handwerk aufzeigen. »Die Qualifikation zum Handwerksmeister ist ein erstrebenswertes Ziel mit attraktiven Zukunftsperspektiven und zahlreichen Berufschancen«, betonte Seidel.
Das Handwerk ist ein Motor der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. 19.500 Betriebe mit rund 95.000 Beschäftigen und mehr als 12.000 Lehrlingen erwirtschaften einen Jahresumsatz von circa 6,7 Milliarden Euro.
»Wir wollen dem Fachkräftemangel im Land und der Abwanderung junger Menschen aktiv begegnen, Existenzgründungen im Handwerk tragfähig gestalten, die Berufsausbildung sichern und qualitativ hochwertige Handwerksleistungen für die Verbraucher anbieten: dafür ist der Meisterbrief die beste Qualifikation«, sagte Seidel.
Zurzeit beschäftigen sich sechs Kreativagenturen aus Mecklenburg-Vorpommern mit Ideen und Konzepten für die neue Kampagne. Eine Jury wird Mitte Mai darüber entscheiden, welches Konzept umgesetzt wird. In der Öffentlichkeit wird die Kampagne erstmals nach den Sommerferien sichtbar.
»Wir brauchen gut ausgebildete Handwerksmeister, die ihrerseits für eine gute Ausbildung im Handwerk sorgen und Garant hierfür ist der Meisterbrief«, sagte Seidel. Deshalb beteilige sich die Landesregierung in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 700.000 Euro aus ESF-Mitteln an der Meister-Imagekampagne. »Der Handwerker erwirbt mit dem Meisterbrief nicht nur die höchste fachliche Qualifikation. Er qualifiziert sich gleichzeitig in den Bereichen Betriebswirtschaft und Befähigung zur Ausbildung.«
»Selbstständige Handwerker können kaufmännische Entscheidungen auf fundierter Basis treffen, angestellte Meister sind bestens qualifizierte Fachkräfte mit Führungsqualitäten. Dies sichert langfristig die Stabilität vieler Unternehmen und Arbeitsplätze. Zudem wissen Handwerksmeister um die Bedeutung von Ausbildung, da sie selbst diesen Ausbildungsweg durchlaufen und schätzen gelernt haben«, erläutert Peter Diedrich, Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern. »Der Meister mit dieser dreifachen Qualifikation als Spezialist für sein Fachgebiet, Ausbilder und Unternehmer ist ein einmaliges Erfolgsmodell für Deutschland und ein wichtiger Standortfaktor im internationalen Wettbewerb.«
»Wir werden das Thema aber nicht auf eine reine Werbe- und Imagekampagne reduzieren«, sagte Peter Günther, Präsident der Handwerkskammer Schwerin. »Die Kammern werden ihre gesamte Struktur und die anderen Organisationen des Handwerks in die Kampagne einbinden. Einen wichtigen Schwerpunkt wird die Arbeit an Schulen und mit Eltern und Lehrern bilden. Vor allem aber sollen bestehende Handwerksbetriebe und Meister im Handwerk zu den überzeugendsten Botschaftern der Kampagne gehören.«
Weitere Informationen: Wiebke Wolf, Tel. (0385) 6 43 51 75, E-Mail: w.wolf@hwk-schwerin.de.


